Angststörung und Panikattacken

Unser Angstforum befasst sich überwiegend mit dem Phänomen der Panikattacken und Angststörungen.
Bis zu 4% der Bevölkerung erkrankt im Laufe des Lebens daran. Wenn Panik mehrmals im Monat auftritt geht man von einer Angststörung aus.

Andere Beschwerdebilder die Panik forcieren und begleiten sind:

Soziale Phobie
Agoraphobie
Hypochondrie
Generalisierte Angststörung
Posttraumatische Belastungsstörung
Herzneurose

Die Krankheit äussert sich unter anderem in körperlichen Erscheinungen wie Atemnot, Herzbeschwerden (Rasen oder Stolpern), Schluckbeschwerden, Hitzewallungen, Schwindel ect.

Psychische Reaktionen sind: Angst durchzudrehen, Angst zu sterben, Angst sich zu blamieren.
Diese Symptome können, müssen aber nicht alle vorhanden sein.

Das Beschwerdebild ist vielfältig und tritt unvermittelt und plötzlich auf. Nach etwa 15 Minuten findet die Attacke in den meisten Fällen so schnell wie sie begann wieder ihr Ende.
Durch Vermeidungsverhalten manifestiert sich die Störung.

Nach Ausschließen aller wahrscheinlichen körperlichen Ursachen setzt die Behandlung ein.
Bewährt haben sich Psychotherapie und Antidepressiva wie Citalopram, Paroxetin ect., genauso wie Entspannungsverfahren, Sport und Stressabbau. Eventuell finden Beruhigungsmittel wie Valium oder Tavor vorübergehend Verwendung. Deren Einsatz ist aber wegen des hohen Suchtpotenzials mit Vorsicht zu genießen.
Da Drogen und Alkohol zu den auslösenden Faktoren gehören können, wird empfohlen diese zu meiden.

Neuste Studien kommen zu der Vermutung dass die genetische Disposition eine größere Rolle spielt als bisher angenommen. Trotzdem müssen wohl verschiedene Faktoren zusammentreffen um dieses Beschwerdebild zu verursachen.
Traumatische Ereignisse, Schicksalsschläge und eine schwere Kindheit bieten den Nährboden für Angststörungen.

Was genau in unserem Gehirn während einer Panikattacke geschieht ist heute noch nicht geklärt. Man geht davon aus dass die Furchtregion, die auf angsteinflößende Reize reagiert, bei diesen Patienten instabil ist.

Wenn Sie unter wiederkehrenden Angstattacken leiden, vielleicht schon mehrmals damit in einer Notaufnahme untersucht wurden und man zu keinem Ergebnis kam, dann wäre der Gang zu einem Psychiater oder Psychotherapeuten in Erwägung zu ziehen.
Ein Psychiater kann Ihnen mit Medikamenten zur Seite stehn, ein Therapeut die notwendige Therapie in die Wege leiten.
Hausärzte sind leider immer noch ziemlich unerfahren in diesem Gebiet und verschreiben oft vorschnell irgendein Medikament ohne die nötige Qualifikation. Dies führte vor einigen Jahren häufig dazu dass Menschen mit Angststörungen am Ende ein Suchtproblem hatten.
In unserem Angst und Panikforum können Sie sich über Behandlungen austauschen!


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